Die Gitarre II – Renaissance und Barock

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Die Entwicklung der Gitarre in Renaissance und Barock (1500-1800)

Die erste Gitarrentypische Form der Vihuela – Korpus in „8“-Form, mit flacher, kastenförmiger Unterseite – lässt sich anhand von Darstellungen aus dem 15. Jahrhundert nachweisen. Zu dieser Zeit war die Laute das bestimmende Saiteninstrument in Europa. Nur in Spanien und dessen Einflussbereich in Italien fand die Vihuela größere Beachtung. Es existierten Instrumente mit 6, 7 und auch 8 Doppelsaiten.

Im 16. Jahrhundert ist in den europäischen Ländern neben der Laute vor allem die 4-chörige Gittern bekannt. In Frankreich wird sie Guiterne genannt, in Deutschland Quinterne – hier teilweise auch 5-chörig. Auch in Italien und England ist das Instrument präsent und wird in der Literatur jener Zeit häufig erwähnt. Für die Gittern existierte eine große Auswahl an komponierter Musik.

Ab Anfang des 17. Jahrhunderts verbreitet sich das Instrument in 5-chöriger Version in ganz Europa. Die übliche Stimmung – A D G h e – entspricht schon der modernen Gitarren. Dieses Instrument wurde vor allem in Frankreich und Italien als „Chitarra Spagnuola“, als „Guitarra Española“ bezeichnet. Auch die ersten Kompositionen sind spanischer Herkunft.

Die Beliebtheit und Verbreitung lagen darin begründet, dass die 5-chörige Gitarre leichter zu erlernen und günstiger zu beschaffen war, als die Laute. Die ebenfalls weit verbreitete Laute hatte deutlich mehr Saiten, und eine Liedbegleitung mit Akkorden war auf ihr deutlich schwieriger.

Die Entwicklung verlagert sich mehr nach Italien. Im Gegensatz zur spanischen Technik werden hier aufgrund der ausgereiften Spieltechnik die tiefen Saiten A und D nicht mit Basssaiten oktaviert. Qualität und Detailfülle der dort gebauten Instrumente machen Italien zum zentralen Ort des Gitarrenbaus. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts verlagert sich der Bau der Barockgitarre zunächst nach Frankreich und dann weiter in andere Gegenden Europas.

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